Open Source als Chance für KMU
Shownotes
In dieser Episode reden wir über die Frage, ob und wie kleine und mittlere Unternehmen auf Open-Source-Software umsteigen können. Zu Gast ist Jeremias Haberland vom Verein Local IT aus Schleswig-Holstein. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, digitale Souveränität und freie Software zu fördern.
Die Open-Source-Landschaft ist vielfältig und so aufgestellt, dass alle passende Programme für ihre individuellen Anforderungen finden können. Durch Dienstleister, die die offenen Programme anpassen und für ihre Kunden weiterentwickeln, kann eine hohe Übereinstimmung mit den jeweiligen Anforderungen hergestellt werden, die große proprietäre Programme oft nicht leisten können.
Neben dem Kostenaspekt und der Vermeidung politischer und wirtschaftlicher Fremdbestimmung ist auch der Aspekt der Resilienz für viele ein Grund zum Wechsel. Sinnvoll sind ein Beratungsgespräch für den ersten Überblick sowie ein Dienstleister, der das Projekt unterstützen kann. Meist ist in einem Erstgespräch nach 15 bis 30 Minuten klar, in welche Richtung es gehen kann und welche Möglichkeiten bestehen. Vereine wie Local IT oder Projekte wie die Zukunftszentren unterstützen gerne bei der Frage, wie mehr Unabhängigkeit und Datensouveränität erreicht werden können.
Links:
Die Projektpartner des ZZA:
ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. (konsortialführend)
Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement, IAT der Universität Stuttgart
Kontakt:
Per Email an zukunftsmusik@rkw.de
Das Projekt “Zentrum Zukunft der Arbeitswelt” (ZZA) wird im Rahmen des Programms “Zukunftszentren” durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds PLUS (ESF Plus) gefördert. Das “Zentrum Zukunft der Arbeitswelt” wird ergänzend durch den Freistaat Sachsen, vertreten durch das Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz, kofinanziert.
Transkript anzeigen
00:00:06: Herzlich willkommen zur Podcast-Reihe Zukunftsmusik,
00:00:10: ein
00:00:10: Podcast vom Zentrum Zukunft der Arbeitswelt.
00:00:13: Schön es ihr dabei seid!
00:00:23: Und auch ein herzliches Hallo von meiner Seite zu unserer achtzenden Folge.
00:00:26: Wir reden heute über die Frage ob und wie Open Source Software und KI Lösungen eine Chance für KMU sind bzw sein könnten.
00:00:35: Ich freue mich dass auch Tanja wieder mit an meiner Seite ist.
00:00:38: hallo Tanja.
00:00:39: Hallo Martin, ich freue mich auch auf eine neue Runde.
00:00:41: Tanja
00:00:42: wir nehmen ja gerade im Hochsommer
00:00:44: auf
00:00:44: und natürlich wird überall über das Wetter ganz heiß diskutiert.
00:00:48: Im wahrsten Sinne des Wortes kurze Frage an dich nutzt du ein Wetter App auf deinem Handy?
00:00:54: Ja, ich nutze die App vom Deutschen Weatherdienst und ich finde sie auch ziemlich gut.
00:00:59: Ich fahre nämlich sehr viel Fahrrad und was mir an dieser App besonders gut gefällt ist dass man sehr gut sieht wo Rehmgebiete langziehen und wie lange mal warten muss oder so.
00:01:09: also da hat mich diese App schon echt gute Dienste erwiesen.
00:01:13: Guter Tipp ja!
00:01:15: Was vielen nämlich gar nicht so bewusst ist, bei Comedy-Wettervorhersage anbietern werden eine ganze Reihe von Daten erhoben bis hin zu präzisen Standortdaten der Nutzenden.
00:01:25: Diese Daten werden dann teilweise an über achthundert Firmen verkauft und das ist für einen bisschen komfort wie ich finde ein ziemlich hoher Preis.
00:01:33: Das Beispiel zeigt, wie schwer es ist seine eigenen Daten zu schützen und im Griff zu haben.
00:01:38: Und darüber wollen wir heute mit Jeremias Haberland vom Gemeinnützigen Verein Local IT sprechen.
00:01:44: Der Verein möchte digitale Souveränität- und freie Software fördern.
00:01:48: später dazu mehr.
00:01:49: Kurz zu Jeremías hat Gesundheitspädagogik studiert und sich während des Studiums selbstständig gemacht und seitdem mehrere Unternehmen gegründet und im Jahr zwanzig einzwanzig den Verein LocalIT.
00:02:01: Und als ich gesehen hatte, dass Jeremias beim Future Talk des Zukunftszentrum Nord eingeladen war, habe ich ihn gleich angesprochen.
00:02:09: Ob er nicht auch bei uns in der Zukunftsmusik einen Beitrag machen möchte?
00:02:13: Ich freue mich, dass er gleich zugesagt hat.
00:02:15: Hallo Jeremías Willkommen in der zukunftsmusik!
00:02:18: Ja
00:02:18: hallo Martin, hallo Tanja und vielen Dank für eure Einladung
00:02:21: Jeremias, euer Verein ist in Mechow einen kleinen Ort in Schleswig-Holstein.
00:02:26: Das Bundesland ist ja im Moment kann man so sagen das MECA für digitale Souveränität in Deutschland weil hier die Landesregierung entschieden hat ihre IT auf Open Source Lösungen umzustellen.
00:02:38: was denkst du?
00:02:39: wie kommt das dass ein ländlich geprägtes Flächenland wie Schleszig Holstein bei dem Thema soweit vorn ist?
00:02:45: Das natürlich eine gute und auch interessante Frage.
00:02:48: ich vermute vor allen Dingen kleinere Entscheidungsstrukturen es möglich machen, Sachen auszuprobieren.
00:02:54: Also wenn ich jetzt ein Bundesland nehme mit viel mehr Einwohnern und vielmehr eine Verwaltungsaufwand dann ist natürlich die Hürde viel größer das überall durchzusetzen.
00:03:03: Wenn man kleinere Strukturen hat, ist es natürlich einfacher Sachen auszuprobieren und halt Menschen zu überzeugen.
00:03:10: also sieht man ja vorhin auch in den nordischen Ländern die nicht nur was Open Source angeht, sondern vor allem auch was Digitalisierung angeht.
00:03:16: Ja meistens mal ein paar Schritte voraus sind und ich führe das darauf zurück genau dass halt kleiner Entscheidungswege kleinere Gruppen mehr möglich machen Sachen auch auszuprobieren und neue Wege zu gehen.
00:03:28: Euer Verein macht ja eine ganze Reihe von spannenden Aktivitäten um digitale Souveränität zu stärken.
00:03:35: Ihr habt zum Beispiel eine digitale Kollaborationsplattform entwickelt oder veranstaltet Barcams.
00:03:42: Vielleicht kannst du uns zum Einstieg noch mal ein bisschen was über den Verein erzählen.
00:03:47: Was sind eure Ziele, wer engagiert sich mit und an wen richtet sich denn das Angebot?
00:03:53: Also unsere Ziele sind genau die Stärkung von Digitalsovereinität.
00:03:58: Und wie machen wir das?
00:03:59: indem wir natürlich digitalsovereine Lösungen bereitstellen darüber informieren oder auch selber entwickeln.
00:04:05: Das heißt wir haben einmal Ein Beratungsangebot, wenn kommunale Strukturen, KAMUs, zivilgesellschaftliche Organisationen sagen.
00:04:12: Okay wir wollen jetzt weg von den großen Big Tech hin zu okay wie schaffen wir das eigentlich digital souverän zu werden?
00:04:19: bieten wir halt Beratung an und sagen, was es für Möglichkeiten gibt.
00:04:23: Best Praxis etc.
00:04:25: Das ist ein Teil und der andere Teil das wir auch gesehen haben.
00:04:27: Es gibt zwar schon viele Lösungen aber es gibt auch immer noch Hürden.
00:04:30: vor allen Dingen auch wenn wir mit Personen oder Organisationen reden die sagen okay das ist ja ganz nett Aber da fehlt mir dass das hatte ich mal bei Microsoft Oder ich habe das und das fehlt mehr bei Google Und dann schauen wir ok Was brauche es dort?
00:04:42: Und das ist natürlich auch wieder das Schöne in der Open Source Welt.
00:04:45: Dadurch dass der Code und die Software So weit offen ist, ist es natürlich auch enderbar.
00:04:50: Das heißt man kann auch viel individualisieren und dann halt dementsprechend auch anpassen was jetzt bei Microsoft oder Google nicht ist.
00:04:57: wenn man da eine E-Mail hinschreibt und sagt ich hätte gerne das Feature Dann sagen sie ja schaut auf unsere Roadmap vielleicht ist irgendwann dabei Ja dass ist auch ein Schritt.
00:05:06: Und wer ist eigentlich bei uns im Verein?
00:05:08: Also klar, es ist natürlich ein großer Anteil Techies und IT Nerds dabei.
00:05:13: Wir haben aber auch Leute die aus dem Bildungsbereich kommen und genau solche Formate fortführen, Vorträge geben in den Bereich.
00:05:20: Total spannend!
00:05:22: Wenn ihr einen größeren Auftrag sozusagen habt, ist das dann kostenpflichtig?
00:05:26: oder wie finanziert ihr euch oder ist alles freiwillig?
00:05:29: Also das sind verschiedene Strukturen, also als gemeinnütziger Verein ist es ja möglich für uns auch einfach Fördergelder zu beantragen und je nach Förderprogramm bieten wir dann halt auch kostenlose Beratung an.
00:05:40: Wir nehmen natürlich auch Spenden an und wenn wir halt genügend Spenden haben können natürlich auch Projekte starten wie zum Beispiel auch unsere Barcams wo wir ja verschiedenste Akteure sowohl Leute die halt Technik affin sind aber auch Menschen die halt nach Lösungen suchen zusammenbringen Und da ist auch ein Großteil auch an Einfachernamtlichen die das aufbauen.
00:06:00: Gleichzeitig haben wir auch einen Geschäftsbereich mit unserem Verein, wo wir natürlich auch Aufträge annehmen und auch Beratungen gegen genau Geld anbieten.
00:06:09: Ja, spannende Kombi!
00:06:11: Kommen wir vielleicht mal zum Thema Open Source an sich.
00:06:14: Wie sieht denn da gerade so die Open Source Landschaft in Deutschland oder Europa aus?
00:06:18: Was tut sich so an Entwicklungen, was gibt es so Neues im Moment?
00:06:22: Also das Schöne eigentlich zu sehen vor allem auch in Europa und auch in Deutschland ist es halt viele Projekte gibt, die irgendwie federführend sind.
00:06:30: also Beispiel ich glaube die Next Cloud kennt jeder die ihren Sitz in Stuttgart haben.
00:06:34: Wir haben Preetix und Zammert aus Berlin, Preetics ist ein Veranstaltungsmanagement-Ticketsystem.
00:06:40: Zammart ist ein Headdesk-System also wo man Supportanfragen annehmen können.
00:06:44: wir haben noch eine Umfragetool in Kiel die sitzen wir haben Vicunia die im Lübeck sitzen also wir haben schon große Softwareprojekte, die aus Deutschland kommen und jetzt ganz davon abgesehen von der großen Dinox Community, die es in Deutschland auch Europa gibt.
00:07:00: Und ich glaube das ist halt ein Teil von dem Weg sich einmal unabhängig machen zu vollen von den großen Playern.
00:07:07: Ich habe aber auch das Gefühl Open Source hat auch ganz viel Schnittstellen mit demokratischen Prozessen zu tun.
00:07:13: Die sind ja vor allen Dingen auch in Europa sehr stark Und das spiegelt sich auch in der Open Source-Welt wieder.
00:07:20: Was eine Herausforderung ist, gerade für die Open Source Community aus meiner Sicht, sind die aktuellen Sprachmodelle, die ja sehr erfinderbar drin sind, auch Lücken zu finden.
00:07:31: Wobei man das auch als Vorteil sehen kann, da ist jetzt grad ne große Welle und Sprachmodele gucken über die quäloffenen Software und sagen, da is ne Lücke, da's ne Lücke!
00:07:40: Aber die können natürlich dann auch wieder geschlossen werden was ja bei properiterer Software der nicht so einfach verfolgt werden kann oder halt andere Ressourcen und Mittel benötigt.
00:07:49: Genau, ich glaube soweit ein kurzer Ausflug in die Open Source Ebene von Deutschland und Europa.
00:07:55: Ich habe mir das jetzt schon gleich so richtig tief eingestiegen an dem Thema.
00:08:01: aber ich stelle mir sofort, dass wir vielleicht zu Hörer und zu Hürerinnen haben... Die kann nicht so richtig wissen, was Open Source vielleicht ist.
00:08:10: Wir benutzen das so selbstverständlich.
00:08:12: Kannst du für jemanden, der sich kaum auskennt noch mal ganz grundlegend sagen?
00:08:17: Und was es geht bei Open Source?
00:08:19: Genau, die kann ich gerne machen und zwar wenn ich erst mit dem Begriff Open Source habe dann heißt es eigentlich quasi der Quellcode des Software is irgendwie einsehbar.
00:08:30: Das kann man sich vorstellen im Internet wie's irgendwie so Wikipedia gibt Dann gibts halt so eine Seite und dann ist da halt Wissen drauf Und so ist das auch mit den Quellcode.
00:08:38: Also gibt's dann so Git Hub oder GitLab, gibt es halt verschiedene Portale wo dann quasi die Person, die die Software schreibt oder die Firma, die Organisation diesen Code hoch lädt.
00:08:48: Das heißt ich oder Leute die IT-Affin sind und man sagt als Unternehmen dann okay es gibt Plattformen die halt den Quellecode getestet haben oder Ich kann eine Firma beauftragen und sagt schaut euch nochmal den Quellencode an damit ich wirklich weiß was dieses Software macht und was nicht.
00:09:05: Wenn ich nämlich zum Beispiel der Software-Zugang auf Mikrofone, Kameras etc.
00:09:09: gebe dann ist es schon interessant zu wissen ob die Software das nicht auch irgendwo anders hinschickt oder was sie im letzten Endes mit den Daten macht Und dass es schon irgendwie so ein Vorteil zu sehen.
00:09:18: okay Ich weiß was die Software macht.
00:09:21: Ein Gedanke der denn oft kommt ist ja Dann isst die Software doch unsicher weil man sieht doch den Quellcode.
00:09:26: Das ist meist halt das Gegenläufige.
00:09:28: dadurch dass der Quellcode offen ist sind nämlich schon viele dran und dann gibt es halt Leute, die den auch Quellcode anschauen.
00:09:35: Und sagen ja hey ich habe hier eine Lücke gefunden und das dann auch melden.
00:09:39: Das passiert jetzt quasi mit den Sprachmodellen dass man selber die Entwickler-Sprachmodelle drüber schicken und sprachmodell slash DKI sagt da ist noch ein Fehler oder da ist ne Lücke und das muss behoben werden.
00:09:50: Also Open Source heißt erst mal der Quellcode offen.
00:09:53: Das heißt aber nicht dass ich zum Beispiel diese Software frei verwenden darf.
00:09:58: Das heißt, ich sehe dann der Quellcode ist offen und da gibt es halt eine Lizenzbestimmung.
00:10:01: Und die kann auch sagen wenn ich das nutzen will muss sich der Firma oder Organisation so mehr X-Zahlen pro Jahr pro Monat je nach Lizenzmodell.
00:10:09: Und darf das nicht selber irgendwie weiterverwerten oder verändern?
00:10:13: Der zweite Bereich, den kommt sprechen wir von Free Open Source also freier Software Und da gibt es dann auch spezielle Lizenzmodelle nochmal.
00:10:23: Aber da geht man wirklich von auch aus, dass man's halt so nutzen kann ohne Lizenzgebühren zu zahlen und ich letztendlich als Unternehmen das dann auch kostenfrei nutzen kann.
00:10:33: Das ist noch eine wichtige Unterscheidung.
00:10:36: Da gibt es auch speziell Lizenzen.
00:10:37: wenn nicht zum Beispiel die Software verändere, ob ich das dann auch wieder in die Community oder zu diesem Softwareprojekt zurück spiegeln muss.
00:10:45: Das ist immer noch mal die Lizenz unabhängig.
00:10:47: aber um es einfach mal unterzubrechen gibt es einmal Open Source.
00:10:50: das heißt der Quellcode ist offen einsehbar aber nicht frei nutzbar.
00:10:54: und es gibt free open source und da kann ich auch quasi den Code selber verarbeiten verfielfältigen und ohne Lizenzgebühr verwenden.
00:11:02: aber ganz wichtig bevor ich eine Open Source Software verwende, immer schauen welches Lizenzmodell ist dahinter.
00:11:08: Da gibt's ein paar Gängige da kann man auch schnell recherchieren welche man mit was machen kann.
00:11:13: also das ist immer nicht ganz so komplex wie es am Anfang scheint.
00:11:16: wir beraten dazu auch.
00:11:17: es gibt aber auch ganz viele andere Organisationen die dabei helfen dann zu gucken hey passt dieses Lizenz Modell jetzt so wie ich die Software einsetzen mag.
00:11:25: Sehr sehr spannend also.
00:11:26: weil wir als User ja oft in so einer Blackbox uns befinden und uns auch ein bisschen dran gewöhnt haben ist es toll, mehr über diese Open Source Lösungen zu erscheinen und welche Möglichkeiten da drin liegen.
00:11:40: So viel für Unternehmen als auch für demokratische Prozesse.
00:11:44: Deswegen obschreuen wir uns sehr das so.
00:11:46: Heute hier mit dabei, bis bei dem Podcast.
00:11:49: Kommen wir jetzt zu unserer Hableit.
00:11:51: also das Programm der Zukunft-Zentren beschäftigt sich halt mit dem Wandel der Arbeitswelt und richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen.
00:12:00: Wir helfen denen dabei nicht auf den Weg in die Zukunft sozusagen zu machen.
00:12:05: Und stell dir vor, spricht ein Handwerksunternehmen an mit umgeschätzt von sich Mitarbeitenden und fragt, wie es am besten sein IT-System umstellen kann aus Open Source.
00:12:17: Was würdest du ihm empfehlen?
00:12:19: Warum können Open Source Lösungen für klein und mittlere Unternehmen interessant sein?
00:12:26: Und in welchem Fallen würdest Du vielleicht sogar davon abgraten?
00:12:29: Ich glaube zuerst würde ich halt dem Handwerksbetrieb Nachfragen oder Fragen, was speziell seine Anforderungen sind.
00:12:36: Also welches Hof benutzt er schon?
00:12:38: Wo wir hin und was sind so die Herausforderung also quasi eine Bedarfsanalyse zu machen.
00:12:43: Und so gehen wir auch klassisch vor dass wir erst mal einen Istbestand nehmen und dann noch fragen okay gibt es denn irgendwelche Paint Points also irgendwelchen Schmerzbereiche wo etwas geändert werden soll?
00:12:54: und Dann schauen wir an Was gibt es für verhandene Lösungen?
00:12:58: oder was werden zum Beispiel für propräritäre also nicht Open Source Lösung eingesetzt und gibt es schon Alternativen auf dem Markt.
00:13:06: Und dann zu schauen, was ist eigentlich der Hintergrund?
00:13:09: Also will die Person jetzt zum Beispiel Kosten sparen?
00:13:12: Dann kann das ein Punkt sein, dass wir sagen okay Sie haben halt ein proprietary System, sie haben ihre Preise jetzt schon wieder erhöht und wieder erhöhte.
00:13:20: Gibt's da nicht eine Open Source-Lösung mit irgendwie ein Lizenzmodell, dass sich z.B auch komplett lizenzfrei nutzen können?
00:13:26: Das ist so ein Ansatz.
00:13:27: um zu gucken ich will einfach Kosten spare.
00:13:31: Nicht zufrieden mit diesem Dienstleister, den ich habe oder der diese properitäre Software anbietet.
00:13:36: Das ist ja auch meist das Problem.
00:13:37: Das sind dann eine Firma und wenn die nicht guten Support geben... Ja, dann bin ich da abhängig!
00:13:42: Wenn ich aber auf Open Source Software umsetze, dann ist es meist so dass es verschiedene Dienstleisters gibt.
00:13:47: Das heißt, wenn ich dann sage Ich bin jetzt umgezogen Mit dem einem Dienstleiste und irgendwann nach fünf Jahren oder weiß nicht Die Geschäftsführung ändert sich Oder es ist doch irgendwas passiert Dann muss ich nicht mein ganzes System umstellen Sondern suche mir einfach einen neuen Dienstleist Und sag ja, hier ich nutze diese Open Source Software.
00:14:03: Ich habe ja gesehen ihr bietet die auch an und habt dann halt nicht so einen hohen Wechsel weil ein Wechsel braucht ja auch immer Zeit und Kosten.
00:14:10: Und dann bin ich auch bei dem anderen Punkt oder einen weiteren Punkt noch zu sagen, ja habe ich denn auch als Betrieb gerade diese Ressourcen weil eine Umstellung kostet auch erst mal was?
00:14:20: Auch wenn es vielleicht die Dezentsgebühren dann die Kosten gesenkt werden, hab' ich erstmal ein Ressortenauffand.
00:14:25: Wie ist das mit meinen Mitarbeitenden?
00:14:27: gibt's da grad die Ressoursen dafür also da auf einmal auch so eine Realitätscheck zu machen?
00:14:31: Wie viel Aufwand ist dann grad da?
00:14:33: Gibt's irgendwie die Winterpause, wo wir eh gerade wenige Aufträge haben.
00:14:37: Ist es da sinnvoll so was umzusetzen?
00:14:39: Genau also.
00:14:39: dieser eine Punkt wäre die Kosten.
00:14:42: Ein weiterer Punkt ist dann Werte getrieben.
00:14:45: Also es gibt auch Betriebe, die sagen okay ich will nicht mein Geld irgendwie an Microsoft oder Google geben Und für mich ist es wichtig, Software hier in Europa oder Deutschland zu stärken.
00:14:56: Das ist natürlich auch eine Motivation die da sein kann.
00:15:00: Das weitere ist und das ist eigentlich gerade eher ein sehr erneuerer Erscheinung zum Thema Resilienz würde ich aber eher quasi auf die US-Produkte ansehen.
00:15:09: Also da gab es ja auch Sanktionen, also ich weiß nicht inwieweit in Erinnerungen war letztes Jahr wurde halt vor allen Dingen der Internationale Gerichtshof der EU sitzt.
00:15:18: sowohl Richterinnen als auch Chefankläger wurden dann halt auf einmal die E-Mail Zugang ins Gartenkonten von Microsoft gesperrt.
00:15:26: Es ist natürlich weit hergeholt, ob das jetzt auch ein KMU-Betrieb jetzt betreffen würde.
00:15:30: Aber es ist eine relle Gefahr.
00:15:32: Das andere was wir sehen ... Wir hatten jetzt das Sprachmodell von Enthropic Fable, was halt einmal eingeführt wurde und dann nach ein paar Tagen hat die US Regierung gesagt, nee nur noch für US-Bürgerinnen diese Software oder diese KI zu verwenden.
00:15:46: Und was ist wenn die US-Regierung auf einmal sagt?
00:15:49: Auch die Folgen an Thropic oder letztens in das Cloud-Modelle sollen auf einmal vom EU Markt verschwinden, oder sollen da nicht mehr angeboten werden.
00:15:57: Das heißt man macht sich dann auf der Ebene quasi abhängig und wenn man Open Source nutzt halt unabhängig, und dadurch resilienter.
00:16:05: Das funktioniert natürlich auch mit properitärer Software aus Deutschland und EU Und da bin ich auch dafür.
00:16:11: also wenn ein Unternehmen kommt und sagt ja wir haben hier auch eine gute Software und das unterliegt den Datenschutzanforderungen aus der EU und Deutschland, dann würde ich auch sagen ja das ist gut.
00:16:24: Bleibt da.
00:16:24: wenn du zufrieden bist macht das, da musst du jetzt nicht zur Open Source wechseln.
00:16:27: Da gibt es zwar auch noch Gründe aber... Und ich glaube der letzte Punkt ist für mich noch die das Thema wirklich halt Datensicherheit.
00:16:38: also wie wichtig sensibel sind die Daten was natürlich auch jedes Unternehmen für sich evaluieren da beraten wir zu auch oder gibt's auch andere die dazu beraten diese Daten, weil es gibt oder vor allen Dingen Stoß sich vielleicht gegen deutsche oder EU-Gesetze.
00:16:55: Und da ist natürlich sehr problematisch, v.a.
00:16:57: mit dem AI-Akt auch in den USA was ja immer noch erlaubt dass die US-Regierung bestimmte Fälle eintreten und auf Daten bei den Big Tech zugreifen dürfen und dann sich nochmal zu Frage stellen habe ich so sensible Daten das ich sage ne Da will ich entweder einmal meine Kundinnen schützen, aber auch mich rechtlich schützen.
00:17:19: Dass nicht irgendwie eine Kundin mich dann halt anklagt.
00:17:22: Von daher ist das der letzte Punkt wo man nochmal draufschauen muss okay wie sensibel sind die Daten?
00:17:29: und habe ich da nicht?
00:17:30: mit einer Open Source Lösung oder mit einer properitären Lösung aus Deutschland Europa fahre ich da einen besseren Weg.
00:17:36: Was wäre denn so ganz praktisch gesehen der beste Prozess?
00:17:40: eher schrittweise irgendwie umstellen?
00:17:42: Erst mal mit einem paar Rechnern ein Pilotprojekt starten und sagen okay, da mache ich jetzt Linux drauf.
00:17:47: Und die entsprechenden Programme, die ich ausgewählt habe oder sagst du eher komplett alles umstellen und dann halt wie gesagt hast vielleicht eine Winterpause oder sowas nutzen?
00:17:59: Also es ist auch wieder sehr individuell, wie die Ausgangslage ist.
00:18:03: Ein paar Beispiele Wenn es ein akutes Problem zum Beispiel gibt und das in einer Geschichte, also nehmen wir z.B.
00:18:11: jetzt mal so Ticketverkauf.
00:18:13: man ist irgendwie ein Veranstalter oder Veranstellerin und mag die Tickets verkaufen und mit dem aktuellen System halt unzufrieden.
00:18:21: Und dann würde ich sagen ja ihr müsst nicht direkt eure ganzen Rechner auf Linux umstellen Sondern ihr nutzt da gerade irgendeinen Tool?
00:18:28: Gibt es nicht einen Open Source Tool Dafür schrittweise zu gucken wo ist grad noch das größte Problem?
00:18:34: und da schon mal auf Open Source umzustellen.
00:18:37: Bei manchen Sachen kann es auch sinnvoll sein, dass man sagt okay ich bin jetzt wirklich so von Windows und den Lizenzmodellen irgendwie so angenerftig wie jetzt halt meine ganzen Systeme ändern.
00:18:48: aber selbst dann würde ich halt schauen ok welches Software wird denn gerade unter Windows noch genutzt?
00:18:53: Und funktioniert die nicht auch unter Linux?
00:18:55: also da bin ich wieder bei den Spezialfällen oder zu sagen was ist der Anwendungsfall?
00:19:02: Und ich würde aber immer vor allen Dingen schauen, okay wo ist gerade der größte Schmerzpunkt?
00:19:07: und da gucken ok kann ich da jetzt schon mal umstellen.
00:19:10: Und das dann schrittweise zu machen.
00:19:13: Vor allem auch um sich halt einmal an die das ganze Modell von Open Source zu gewöhnen wie funktioniert das?
00:19:18: Wie ist es mit den Dienstleistern etc.
00:19:21: Um da halt einen Einstieg zu bekommen was wichtig ist bei der Open Source Wahl.
00:19:27: Also da bin ich immer noch zu gucken, dass man vorher sich die Software wirklich gut anguckt.
00:19:32: Weil so wie es gute und schlechte properitäre Software gibt, so gibt das natürlich auch gute und schlechte Open Source-Software.
00:19:39: Also Open Source ist nicht immer der heilige Grad sondern es gibt auch schlechte Open Source Software.
00:19:44: Und dann muss man halt wirklich – mit Schlechten meine ich im Sinne zum Beispiel von der UX UI heißt von der Bedienbarkeit.
00:19:51: Wie finde ich was?
00:19:51: Wenn ich von Leuten in meiner Firma an meinen Betrieb habe… die halt vielleicht nicht so technikaffin sind und sich irgendwo schnell mal irgendwo durchklicken, ist halt so eine gute UX-UI also Bedienbarkeit sehr wichtig.
00:20:04: Und da vorher das auch nochmal zu testen, also zu sagen hey ich habe jetzt hier also vielleicht die Person, die das entscheidet es um die Technikaffiner den wird die Software gezeigt.
00:20:14: und dann auch finde ich ja hier zurecht sondern auch mal wirklich einen kleinen Piloten zu starten mit vielleicht Leute aus dem Team oder Mitarbeitenden die nicht so Technik affinen sind und zu gucken hey kommt ihr mit der Software?
00:20:24: Zurecht.
00:20:25: Und das würde ich dann vor allem bei Software nehmen, wo ich schon weiß... Die hält zum Beispiel mit der UX wie ein nicht somit die proprietary Systeme.
00:20:34: Das kann aber auch ganz unterschiedlich sein, es gibt auch hervorragende proprietary Software, die viel besser in der UX oder UI sind als die properitären Alternativen.
00:20:42: Ich höre auf jeden Fall raus dass man immer im Einzelfall schauen muss was für jeweilige Situationen oder für den jeweiligen Ansprechpartner eine richtige Lösung ist und so ähnlich arbeiten wir auch bei den Zukunftszentren.
00:20:57: uns sind beragter in den ganzen Regionen unterwegs und die gehen ganz individuell auf die Unternehmen ein.
00:21:05: Und schauen sich Prozesse an, und entschaut man was macht Sinn wenn dem Unternehmen zu digitalisieren?
00:21:11: Was macht keinen Sinn?
00:21:13: Und so ähnlich arbeitet ihr ja auch und das bei uns auch noch mal.
00:21:16: ganz wichtig ist dass wir versuchen diese Prozeste demokratisch möglich auch zu gestalten.
00:21:22: Das heißt die Mitarbeiter in den Unternehmen frühzeitig wie möglich anzusprechen, mitzunehmen und Transformationen mit den Mitarbeitern zu gestalten.
00:21:33: Weil wir der Überzeugung sind das ist nur nachhaltig so eine Veränderung wenn alles frühzeitig mitgenommen werden.
00:21:42: Und das sehe ich auch bei diesen Open Source Umstellungen damit es nachher wirklich von allen genutzt wird müsste man ja auch frühzeitig die Mitarbeiter in einem Unternehmen mitnehmen.
00:21:55: Denke das auch mit oder wie geht ihr damit?
00:21:58: Wie benötigt ihr Mitarbeiter in den ein, wenn ihre Unternehmen dabei unterstützt eine Open Source Lösung für sich zu implementieren.
00:22:07: Also es ist einer der wichtigsten Punkte die du mit ansprichst zu sagen.
00:22:10: also wenn wir die Gespräche jetzt führen vielleicht anfangs mit der Geschäftsführung oder einer Teamleitung Die dann sagt hey ich hätte gern dass und jenes dann fragen wir natürlich erst mal okay also welches Problem soll gelöst werden damit was es gerade die Herausforderung und dass wir diese Frage nicht nur der Geschäftsleitung oder Teamleitungsstellen, sondern auch den Mitarbeitenden.
00:22:31: Weil wenn die halt auf einmal sehen das also dafür sieht es vielleicht gar kein Problem ist oder vielleicht ganz andere Probleme haben und man dann mit einer Software kommt, dann ist natürlich die Annahme oder dass die Personen dann dieses Software verwenden oder damit glücklich sind und sagen ja geil jetzt haben wir eine neue Software eher gering Und deshalb ist es ganz wichtig immer zu schauen, wo haben die Leute die letzten Endes dann mit der Software auch arbeiten?
00:22:57: Ein Vorteil damit.
00:22:58: Also wenn ich jetzt zum Beispiel sage im Handwerksbetrieb mittlerweile die ganzen Aufträge gibt's ja auch Apps oder so Möglichkeiten, wo ich jetzt sage Ich erfasse meine Tätigkeit, die ich gemacht habe und dann muss die Kundin da noch unterschreiben oder jenes und ich muss da das nochmal verändern und machen und jetzt sage mit einem Sprachmodell, also mit einer KI irgendwie noch schneller macht.
00:23:21: Dann auch wirklich zu gucken, hilft das denn der Person die dann wirklich mit der Kunde das abrechnet und das macht?
00:23:29: Also in diesen Prozess einzusteigen und dann ist quasi die Nutzbarkeit oder halt die Verwertbarkeit des Tools und somit halt quasi dann die Effizienzsteigerungen für so ein Unternehmen viel höher.
00:23:40: als wenn ich von oben Gedanken mache ja jetzt habe hier so eine Software Und dann wird sie vielleicht im schlimmsten Fall nicht mehr genutzt oder falsch genutst, oder führt sogar zum Effektivitätsverlust.
00:23:53: Das ist ja dann nicht das Ziel mit dem man quasi eine neue Software einführen wollte.
00:23:58: Von daher ist es essentiell die Mitarbeitenden an Anfang von Anfang an mit ins Boot zu holen, die wirklich auch diese Software betreffen und ... Ja genau!
00:24:07: Wenn jetzt unter mir Lust bekommen und sagen will ich irgendwie hätte ich schon gerne so ne Open Source Lösung für mein Unternehmen, auch perspektivisch.
00:24:17: Wie viel Zeit müsste man so einplanen?
00:24:19: Für eine Umstellung?
00:24:21: hast du da irgendwie ne Größenordnung oder kann man das generell nicht
00:24:24: sagen?".
00:24:25: Also dann bin ich halt wieder bei dieser individuellen Beratung zu schauen.
00:24:29: Jedes Meda-KMU steht irgendwo an Punkt und es kommt darauf an wie jetzt mein ganzes System umändern ist nur eine Software sehr schwer, also da kann ich sagen von okay wir wollen jetzt einfach ein neues Terminfindungsumfragetool nutzen.
00:24:43: Okay das ist in einer halben Stunde gemacht.
00:24:46: oder ich will halt jetzt einen Tool verwenden wo wir unsere ganze Lagerlogistik widerspiegeln und dann müssen wir vielleicht noch Schnittstellen neu entwickeln und da anpassen an die Maschinen etc.
00:24:57: Und dann bin ich eher bei sie nicht bei drei Monaten die das irgendwie am Zeitumfang kostet.
00:25:03: Das ist ein sehr individueller Prozess und da hilft es halt einfach auch, Beratungsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen um sich einmal ein kurzes Feedback zu holen.
00:25:12: Also wenn wir so Erstgespräche haben dann dauern die meist nicht länger als fünfzehn bis dreißig Minuten und dann können wir schon eigentlich gut sagen ja sind das jetzt hier fünf Stunden oder eher zweihundert Stunden diese Umstellung auch an Ressourcen benötigt.
00:25:28: Danke nochmal für den Hinweis.
00:25:29: Also an alle Unternehmen und draußen, wenn ihr interessiert seid, meldet euch entweder bei den Zukunftszentren oder bei Local IT und lasst euch einfach noch beraten welche Möglichkeiten ihr
00:25:42: habt.".
00:25:43: Und wenn man tatsächlich vielleicht auch mal eine größere Lösung umgestiegen ist wie würdest du denn den Administrationsaufwand dann später einschätzen?
00:25:51: Ist es dann mehr oder ist das dann ähnlich, wenn sich das mal so ein bisschen eingespielt
00:25:56: hat?".
00:25:56: Das kommt auch wieder ganz auf das Tool drauf an.
00:25:59: Das ist dann die Zielstellung, will ich mehr Controller haben?
00:26:03: Will ich mehr Eintlick ins System haben?
00:26:05: Dann gibt es ja... Das kommt dann noch auf den Dienstleister an, dass der sagt übernehmen komplett alles für euch ihr wollt eine Änderung und ihr wollt gerne, dass wir das machen.
00:26:13: Dann kann das halt der Dienstleiste übernehmen Und das kommt immer auf das tool drauf an.
00:26:18: Auf jeden Fall sind natürlich solche großen Player wie irgendwie Microsoft und Google darauf spezialisiert, so wenig wie möglich Aufwand den Menschen halt zu geben.
00:26:27: Und dann bin ich aber auch wieder bei dem Punkt, den ich schon erwähnt habe es gibt auch gute Open Source Software die das genauso kann oder besser.
00:26:33: Aber Es gibt auch Open Source software Die ist nicht so gut Kann und Dann Ist es uns immer wirklich in Anliegen Zu Sagen was kann die Software gerade und Was Nicht und Das Wirklich mit Den Anliegenden Abzugleichen.
00:26:44: also wenn Die Person sagt okay Mir ist halt Datenunabhängigkeit wichtig und Ich will auch noch Kosten sparen Aber zum Beispiel die UX-UI, also Bedienbarkeit ist mir nicht so wichtig.
00:26:52: Und wenn ich dann manchmal irgendwie noch eine zweite Schleife drehen muss... ...dann passt das.
00:26:56: und dann würde ich auch sagen okay, dann kann man dies hofft vernehmen.
00:26:59: aber wenn die Person sagt nee.. Ich will halt auch noch ne gute UX UI Dann kann ich es sagen entweder gibt's das nicht oder es gibt hier noch dieses Tool.
00:27:07: Aber diesen Blickwinkel darauf da einmal auch ach zu legen.
00:27:11: und auch wenn ihr mit Dienstleistern redet den dann auch sagen ja mit Open Source kenne ich auch wird alles besser dass auch kritisch zu hinterfragen hey ich nutze hier gerade dieses Tool.
00:27:18: Ist das wirklich von der UX-UI besser als dieses Open Source Tool?
00:27:22: Und das würde ich echt immer gerne mitnehmen, weil es gibt nichts Unglückliches auch für uns die ja für digitale Serienität einstehen.
00:27:30: Irgendwie eine Organisation oder ein Unternehmen umgestellt zu haben, die dann unzufrieden sind und sagen ne nie wieder Open Source ist nicht so wie wir uns das vorgestellt haben.
00:27:39: Deshalb ist dieser Realabgleich von dieser vorhandenen Software zur neuen sehr wichtig.
00:27:44: Und gleichzeitig würde ich auch sagen, betone ich es da weiterhin.
00:27:47: Es gibt auch Open Source Software die viel, viel besser ist als die Propräätäre aber das muss halt abgeglichen werden.
00:27:52: Ja und noch mal ein wichtiger Punkt mit dem Vertrauen dass man einfach nicht vertraut verspielt wenn man gerade in so einem Punkt ist, dass man mehr und mehr Personen unternehmen sensibilisieren will diesen Weg zu gehen oder das zu testen
00:28:09: nach?
00:28:10: Das wäre Erwartungsmanagement ist auch wichtig in solchen Prozessen.
00:28:14: Merken wir ja mal so aus deiner Erfahrung heraus, wenn die Leute an euch herantreten wie viele kommen und sagen okay ich will sozusagen komplett von den ganzen proprietären Software-Geschichten los und wirklich nur noch Open Source nutzen und wie viele sind eher in diesem Mischbereich?
00:28:31: Also aus deine Erfahrungen was würdest du da sagen, wie sich das so verteilt?
00:28:36: kannst du das vielleicht mal so prima Daumen einschätzen.
00:28:39: Also da wir ja schon einen großen Fokus auf Open Source legen und digitale Souveränität, würde ich schon sagen dass so siebzig Prozent der Organisationen und Firmen die an uns heran treten.
00:28:51: Schon sagen ja Sie wollen aufgrund der digitalen Unabhängigkeit Open Source Lösungen einsetzen
00:28:57: also komplett.
00:28:57: dann auch
00:28:58: Ja genau auch komplett umstellen oder soweit es möglich gibt.
00:29:01: Und dann würde ich jetzt sozusagen so dreißig Prozent sagen Ja, ich hab davon mal gehört oder was bringt das jetzt?
00:29:07: Oder ich bin einfach hier unzufrieden und hab mal gehört Open Source könnte aber ja etwas sein.
00:29:12: Oder ich habe gehört dass es kostenlos ist und wir zahlen hier gerade ganz viele Lizenzgebühren.
00:29:17: Was ist da so machbar?
00:29:18: also das ist in der Bandbreite
00:29:20: Und Jeremias wie funktionieren eigentlich eure Workshops?
00:29:26: Also wie scharf die ist dass die Teilnehmern dann in ihrer Souveränität am Ende geschärfen?
00:29:32: kannst du nochmal kurz uns abholen wie er so zusammen arbeitet mit interessanten.
00:29:38: Also wenn sie uns anfragt und sagt okay also dann ist meine erste frage sowohl warum willst du eigentlich digitale Souverän sein?
00:29:46: oder was ist die daran wichtig wo also zu gucken, wo ich die person abhol'n kann?
00:29:50: Und dann wie gesagt kommt eher so die Aussage hin wieder ja ich habe gehört damit kann nicht kosten sparen.
00:29:55: Oder ich verfolge das jetzt hier mit den USA und Trump.
00:29:59: Und was sie da alles machen, und das gefällt mir nicht.
00:30:02: oder es kommt jemand und sagt hey ich hab Sorge um meine Daten!
00:30:05: Und darf es so mein erster Anstieg halt zu fragen aus welcher Richtung kommt das dann her?
00:30:11: Und dann halt zu schauen okay was sind die Problemstellungen?
00:30:15: Als nächstes Schritt zu fragen, was sind denn eigentlich eure Ressourcen?
00:30:18: Also wenn jemand mit großen Wünschen ankommt dann will ich ihn auch nicht versprechen.
00:30:21: Aber wir den nicht ressourcen und sagen jetzt wird alles besser.
00:30:24: sondern die zweites dann der Punkt auch der Ressursen.
00:30:27: Und die dritte Sache, die ich dann angehen würde ist halt zu gucken okay wie können wir wirklich alle Mitarbeitenden oder das Team mitnehmen und wie kriegen wir halt quasi in Startereien?
00:30:36: fangen wir mit einer kleinen Pilotphase an Oder macht es schon Sinn hier weil das so sicher ist oder so Mit Vorgesprächen so klar ist?
00:30:43: ok Wir können jetzt komplett umstellen
00:30:45: Und wir hatten das Thema Mitbestimmung gerade schon.
00:30:49: Warum stärken Open Source Modelle mit Bestimmung und Demokratie?
00:30:54: Weil das ist anscheinend auch so ein Herzensthema in eurem Verein, dass wäre noch schön wenn du uns dann zum Abschluss auch holst.
00:31:03: Gerne!
00:31:04: Also für mich hat quasi wie Open Source funktioniert, hat das was von Macht Dezentralisierung zu tun heißt demokratisch Systeme funktionieren ja so, dass wir halt Macht aufteilen.
00:31:17: Wir haben jetzt keinen zu großen Abstich in unserer demokratischen Systeme und wie sie funktionieren aber im Grunde geht es ja darum immer Macht zu dezentralisieren.
00:31:24: was wir gerade halt sehen mit den großen Tech-Playern ist das sich ganz viel macht konzentriert.
00:31:30: Und wenn dann demokratische Themen das nicht schaffen oder das sogar fürworten wie wir in den USA jetzt sehen und Sie keine Regularien haben Dann führt das halt zu großen Destabilisierungen in der Demokratie.
00:31:44: Und von daher ist für uns quasi, was wir machen mit Digital-Souveränität und Open Source auch so ein Grundpfeiler, dass wir sagen damit schützen wir halt Demokratien.
00:31:54: Indem wir halt eine Software quasi frei verfügbar machen, ist einmal einsichtbar, was damit passiert?
00:32:01: Das sehen wir bei den großen Tech-Playern nicht!
00:32:03: Wir sehen immer nur an Facebook oder Meta dann kommt der Datenskandal und der raus.
00:32:08: Wüssten wir, was die Software macht?
00:32:10: Wüsste mir schon viel früher, was damit passiert.
00:32:13: Das heißt das ist halt ein Kontrollmechanismus oder quasi eine Machtinstanz.
00:32:16: Wir sehen Was diese Software wirklich macht und was nicht.
00:32:20: Und der zweite Part ist dass dadurch Dass sie Software also wenn Sie free open source ist natürlich auch von verschiedenen weiterentwickelt und genommen werden kann.
00:32:30: Ich kann jetzt nicht einfach Microsoft nehmen und sagen, wenn mir das nicht mehr passt und mein eigenes Microsoft anbieten.
00:32:36: Und somit habe ich eine Möglichkeit halt auch diese Macht auch wieder nach zu justieren oder zu steuern, indem sie halt auf viele Dienstleister gestreut wird – das meinte ich ja auch als Vorteil!
00:32:46: Wenn mir der eine Dienstleiste in dieser Open Source Software nicht gefällt dann bin ich von denen nicht abhängig sondern ich kann mir einen anderen suchen.
00:32:54: Also viele Mechanismen, die dann in diesem Open Source Gedanken drin sind, ermöglichen halt einfach Machtdezentralisierung.
00:33:00: Und das fördert einmal für uns auch demokratische Prozesse aber auch letztendlich für die Unternehmen hat es halt viele Vorteile des ermöglichte.
00:33:09: ein Beispiel zu nennen wenn sich jetzt einen Handwerksverband bei dem Handwerkbereich drinnen sagen ich habe eine Software oder ich habe ein Problem und jetzt tue ich mich mit ganz vielen Unternehmen zusammen.
00:33:20: Und dann bezahlt der eine den Teil der Software, denen der den der Software anstatt dass da quasi ein Anbieter kommt und sagt ja ich hab hier ne Software aber ihr zahlt jetzt hier monatlich hohe Rende Lizenz Gebühren und haben dann quasi die Macht zu sagen ah jetzt sind alle abhängig von uns Jetzt nehmen wir die Preise nochmal höher ist es halt auch wieder einfachen Instrument um Macht zu dezentralisieren was denn halt ein Mehrwert für Demokratien und letztendlich auch für die Unternehmen führt.
00:33:48: Also das ist aus meiner Sicht der Grund, warum demokratische Systeme viel stärker und resilienter und wirtschaftlicher sind als Systeme, die autokratisch funktionieren?
00:33:58: Ja, es ist super abgeholt!
00:34:00: Und ich bin auch der Meinung da müsste eine viel größere gesellschaftliche Debatte zu stattfinden und deswegen ganz toll was ihr macht als Verein.
00:34:09: Martin, wir haben eine tolle Abschlussfrage noch.
00:34:13: Ja ich bin mal gespannt!
00:34:15: Als Abschlussfrage haben wir uns vom Podcast Hotel Matze inspirieren lassen.
00:34:19: Ich weiß nicht ob du den kennst?
00:34:21: Da wird nämlich immer die gleiche Frage benutzt und die ist die, die würden wir auch gerne heute stellen.
00:34:26: Steh dir vor Du bekommst in Berlin am Alexanderplatz eine Plakatwerbung für ein Jahr kostenlos gestellt.
00:34:32: Was würdest du drauf schreiben?
00:34:34: Macht euch unabhängig nutzt, digital souveräne tulst stärkt die Demokratie.
00:34:42: Ja super!
00:34:43: Klassisch Schlusswort dem kann ich mich nur anschließen.
00:34:46: Jeremia ist total spannender Einblick auch sozusagen klar.
00:34:50: man muss immer auf den Einzelfall schauen das ist klar.
00:34:53: aber ich glaube es ist wichtig ganz praktisch den Leuten zu erzählen, wie die Sachen funktionieren können.
00:34:59: Es hilft vielleicht so ein bisschen da auch die Ängste und Hürden abzubauen.
00:35:02: Und jetzt in der Runde ist das für mich zumindest irgendwie noch mal viel plausibler alles geworden, viel besser einzuschätzen.
00:35:11: Ich hoffe, die Zuhörenden ging es ähnlich.
00:35:13: Also vielen, vielen Dank für die ganzen Sachen, die du jetzt nochmal in unserer Zukunftsmusik erzählt hast.
00:35:19: Tanja was hast du gelernt?
00:35:21: Ja also... so viele Möglichkeiten an Open Source.
00:35:27: Und ich fand es auch immer so toll, wie du dargestellt hast das gibt's nicht die eine Open Source Lösung dass man als individuell schauen muss und dass es da gute und schlechte Lösungen gibt und wie wichtig dies ist jetzt in dieser Phase kein Vertrauen zu verspielen damit wir also damit so viele wie möglich was zeigt werden das auszuprobieren und umzustellen dieses Thema.
00:35:54: Ich glaube, da brauchen wir alle noch einen ziemlich langen Atem.
00:35:57: Also ich glaub dann auch irgendwie so anzuschließen was dieser lange Arten angeht ist dass sich das Gefühl habe die USA oder viele Tech-Konzerne dort sind uns halt irgendwie seit so zehn, zwanzig Jahre voraus mit den Softwareentwicklungen oder vielen Lösungen und das durch quasi aber das Koden von Sprachmodellen.
00:36:17: Und wenn wir jetzt halt stärken und quasi die eigene Digitale Souveränität stärken, habe ich das Gefühl Wir können diese zehn zwanzig Jahre innerhalb von drei bis fünf Jahren auch wieder aufholen weil so viel jetzt möglich ist.
00:36:30: Und von daher braucht es jetzt quasi die oder gibt es ja auch schon viele Pionierinnen, die die vorausgehen?
00:36:38: Ich hab das Gefühl dass dann oder auch die Zuversicht wir schnell viel schneller unabhängig von den großen US-Konzernen werden und dann sogar auch noch bessere Lösungen bauen können, weil also diese zentralisierten Lösungen haben halt ganz viele Nachteile.
00:36:54: Die mit Open Source dadurch dass es viel individueller ist, viel anpassbarer ja viel mehr Möglichkeiten gibt und dann eigentlich zu viel größeren Effizienz gewinnen kommt als wenn ich jetzt so eine große Einheitslösung einkaufe.
00:37:06: Ich glaube das nochmal als Anmerkerin dazu.
00:37:09: Wir empfehlen
00:37:11: uns einfach euch nur viel Glück für unseren Verein, dass ihr ganz viele Leute erreicht.
00:37:18: Schön, dass wir auch einen positiven Blick in die Zukunft haben.
00:37:20: Jeremias vielen Dank und alles Gute euch und eurem Verein!
00:37:24: Ja vielen Dank auch an euch beide und für die Einladung hat Spaß gemacht.
00:37:28: Ciao!
00:37:28: Tschüss!
00:37:32: Um keine Zukunftsmusik mehr zu verpassen, abonniert am besten unseren Kanal.
00:37:44: Mehr Informationen zum ESF Plus-Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales findet ihr auf unserer Website zukunftszentren.de.
00:37:53: Vielen Dank fürs Zuhören!
00:37:55: Und bis bald hier in der Zukunftsmusek.
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